G. Theocharis, Distomo 10. Juni 1944 – Distomo 10. Juni 1944 – Eine Anthologie der Erinnerung.

Das Buch „Distomo: 10. Juni 1944 – Zum Holocaust“ („Δίστομο: 10 Ιουνίου 1944 – Το ολοκαύτωμα“) erhielt den griechischen Literaturpreis.
Schon nach der Nominierung am 19. Dezember 2011, konnte es keinen Zweifel geben, dass das Buch: „Distomo – 10. Juni 1944 zum Holocaust“ („Δίστομο: 10 Ιουνίου 1944 – Το ολοκαύτωμα“), des aus Desfina stammenden Autors Giorgos Theoharis (Γιώργος Χ. Θεοχάρης) den in der Kategorie „Zeitzeugen“ bekommen würde.Es handelt sich hierbei um eine Athologie von von Erinnerungen, Gedichten, Theaterstücke zum Massaker vom 10. Juni 1944, die in den vergangnen Jahrzehnt zum Teil auch in Einzelausgaben und oder im Selbstverlag erschienen sind. Leider ist davon bis heute so gut wie nichts ins Deutsche übersetzt worden.

Einleitungstext zur Anthologie von G. Theocharis

Von Michalis Lyperatos zur Präsentation des Buches

Das Buch von G. Theocharis und die Buchhandlung Modern Expression fielen mit einer gesamtwirtschaftliche Lage zusammen, die ihr eine besondere Bedeutung verleiht. Vor allem, weil die Frage der Kriegsmittel und die Katastrophen, die sie forderten, indirekt erschüttert wird. Gleichzeitig wirft sie die Frage der Historiographie auf, die diese Ereignisse gerettet hat, aber auch die wichtigen Mängel, die sie nicht aufgeholt haben. Darüber hinaus trägt das Buch zu einem lebenswichtigen Bedürfnis bei, indem es zu historischen Momenten zurückkehrt, die mit dem Widerstand der Griechen verbunden sind, zum Wiedererstehen des nationalen Selbstbewusstseins, das infolge der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen und der internationalen Abhängigkeitsbeziehungen, die die Wirtschaft betreffen, Zittern ausgesetzt ist Krise hat produziert.

Tatsächlich führt das Buch das Schlachtereignis nicht einfach nur wieder in die redaktionellen Nachrichten ein, sondern untersucht es auf eine Art und Weise, die nicht als historisches Ereignis, sondern als zeitlose kollektive Erfahrung betrachtet wurde. In diesem Sinne rekonstruiert das Buch das Ereignis auf die übliche Weise, die Quellen zu erforschen, aber auch als Erinnerung, als historische Tradition, wie sie von Generation zu Generation übertragen wurde und durch den historischen Verlauf des Landes neu definiert wurde. Sie zeigt damit die Tatsache als Element des Funktionierens einer ganzen Gesellschaft, die einen Erinnerungs- und Vergessenskonflikt erleidet und die ideologischen Fehltritte beherrscht, die in der Zeit nach Bürgerkrieg entstanden sind und bis heute überleben. und die Beziehungen der internationalen Abhängigkeit, die die Wirtschaftskrise hervorgebracht hat. (Michalis Lyperatos)

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